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Super Sound - die 7. dresdner schmalfilmtage
Super Sound - die 7. dresdner schmalfilmtage

Freitag 27.Januar 2006

ab 18.00 Uhr - Motorenhalle

MOBILESKINO (interaktive Installation)

18.30 Uhr - Motorenhalle

Ralf Forster präsentiert
Monster Horror Show – Heimkinotrash

Was heute die DVD oder VHS-Kassette dem Heimkinofan gilt, war in den Jahrzehnten zwischen den 1950 und 1980 der Schmalfilm. Vom Porno über Western bis zu billig produzierter Action alles war zu haben, teilweise allerdings ohne Ton und in der Laufzeit um ein vielfaches verkürzt. Ralf Forster zeigt in seinem Programm von Schmalfilmfanatikern gesammelte, bearbeitete, und teilweise neu vertonte(!) Trashfilme aus dieser Epoche.

20.00 Uhr - Motorenhalle

Filmprogramm »Filmische Subversion in Dresden 1978 bis 1988«

Dass es in der Spätphase der DDR neben den offiziellen Bilderfabriken von Babelsberg (DEFA) und Adlershof (Fernsehen) auch eine lebendige filmische Subkultur gegeben hat, ist noch immer weithin unbekannt. Dabei werden gerade in Zeiten unseliger „Ostalgie“ und Restauration Zeugnisse einer von der Staatsdoktrin abweichenden Perspektive immer wichtiger.

Erst nach 1976, nach dem so genannten „Biermann-Schock“, der endlich zu einer Zäsur unter den linken Intellektuellen der DDR geführt hat, konnte es zur Bildung einer authentischen Gegenkultur kommen. Es trat eine völlig neue Künstlergeneration in die (beschränkte) Öffentlichkeit; eine Generation, die sich befreien konnte von den Verklärungen der Aufbaujahre. Man gab sich nicht länger der Illusion hin, von innen heraus die vorgefundene Gesellschaft ändern zu können, quasi auf die Potenzen eines „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu setzen. Stattdessen schuf man sich eine eigene Wirklichkeit, produzierte "Gegenbilder". Nicht zufällig entstanden zu Beginn der 1980er überall im halben Land Selbsthilfe-Galerien, wurden im Siebdruckverfahren Zeitschriften hergestellt, scherten sich Punkbands nicht länger um ein „staatliches Spielerlaubnis“. Und wurden viele Meter Schmalfilm belichtet, die u.a. in privaten Räumen, im Rahmen der offenen Kirchenarbeit, in Galerien und Konzertsälen zur Aufführung gelangten.

Der Stadt Dresden kam für diese Bewegung eine zentrale Rolle zu. A.R. Penck alias Ralf Winkler war der erste, der Ende der 70er Jahre das brachliegende Medium des Super-8-Films für sich entdeckte. Mittels der eigentlich für Urlaubsaufnahmen vorgesehenen sowjetischen »Quartz«-Kamera machte er sich daran, seine Ausdrucksskalen zu erweitern, das Dogma des klassischen Tafelbilds aufzubrechen. Seine Aktivitäten animierten zahlreiche Kolleginnen und Kollegen im sächsischen Raum, ebenfalls mit der Schmalfilmkamera zu experimentieren - so Helge Leiberg, Cornelia Schleime, Christine Schlegel, Lutz Dammbeck, Andreas Dress und andere. Auch später, nachdem sich der Schwerpunkt der Szene nach Ost-Berlin verlegt hatte und die Filme ihren Charakter in Richtung Narration veränderten, blieb Dresden ein wichtiges Epizentrum des unabhängigen Films in der DDR. Neue Generationen von Künstlern, wie die »Autoperforationsartisten«, stießen nach. Mit den von Claudia Reichardt alias Wanda an der Kunsthochschule ausgerichteten Festivals avancierte die Stadt Ende der 1980er Jahre noch einmal zum wichtigen Podium der filmischen Subkultur in der DDR.

Claus Löser

Die Filme:

1) A.R. Penck / Wolfgang Opitz »Terror in Dresden« (1978, 20 min) 2) Helge Leiberg »here comes the sun« (1982, 15 min) 3) Via Lewandowsky »Dresden – Blühende Stadt am Strom« (1985, 25 min) 4) Wolfgang Scholz »Kohlenlothar« (1988, 12 min)

21.30 Uhr - Motorenhalle

Wettbewerb I - Der offene Schlagabtausch

In unserem ersten Wettbewerb dieses Festivals ist alles erlaubt, was auf Schmalfilm gedreht wurde. Wie immer entscheidet die Publikumsjury über die Gewinner – anschließend Preisverleihung.

23.00 Uhr - Motorenhalle

Personality Show: Beatrice Jäggi (CH) (Wdh.)
Timeless - Less Time

ab 20.00 Uhr Keller riesa efau

Super8-lounge

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Super Sound - die 7. dresdner schmalfilmtage
26. bis 28. januar 2006
7. dresdner schmalfilmtage

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